Corona – was sind das nur für Zeiten?
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Corona – was sind das nur für Zeiten?

Corona – was sind das nur für Zeiten?

Die aktuelle Corona Krise betrifft uns alle. In unserem näheren Umfeld -privat wie geschäftlich- sind die Auswirkungen deutlich zu spüren. Unser Sohn darf erst am kommenden Montag wieder in den Kindergarten. Unsere Freunde in Süddeutschland unterrichten ihre Kinder seit Monaten zu Hause. Hier in Brandenburg sind die Auswirkungen bislang noch weniger heftig zu spüren, sind die hiesigen Unternehmen doch weniger international vernetzt. Das hat dazu beigetragen, dass die Fallzahlen bisher noch recht niedrig liegen. Dennoch: jeder an Covid-19 erkrankte ist einer zu viel, jeder Tote selbstverständlich ebenso. Es hilft dabei sicher wenig, aufzurechnen, ob ein Patient vielleicht sowieso in wenigen Wochen oder Monaten altersbedingt gestorben wäre. Mein christliches wie humanistisches Weltbild verbieten solche Gedankenspiele. Vor diesem Hintergrund ist es geradezu grotesk, dass hier in Brandenburg gerade offensichtlich die ältere Generation augenscheinlich wenig von Schutzmaßnahmen hält. Immer wieder beobachte ich, dass ältere Menschen ohne jeglichen Mundschutz einkaufen gehen und sich -als wenn nichts wäre- zum gemütlichen Plausch in Gruppen zusammensetzen. Darauf angesprochen kommen teilweise ignorante, manchmal unwirsche und leider auch aggressive Antworten zurück. Dabei machen wir nach dem jetzigen Stand der Medizin die Schutzmaßnahmen doch hauptsächlich für die ältere Generation. Die Todesrate bei Covid-19 und schwere Krankheitsverläufe sind gerade unter Älteren und Schwachen besonders hoch. Ich möchte niemanden anklagen, aber doch alle zu etwas mehr Vorsicht gegenüber der Gedankenlosigkeit aufrufen. Während sich der Staat hoch verschuldet, während die jüngere Generation weniger Ausbildungsplätze bekommen wird, während Selbständige teilweise Umsatz- und Einkommensausfälle bis 100% beklagen haben wir als Gesellschaft die Renten nicht nur gesichert, sondern erhöht. Das ist ein starkes Zeichen des Respekts gegenüber der älteren Generation, die somit finanziell nicht unter Corona leiden muss.

Wie ist es uns ergangen? Da mein Sohn seit Anfang März nicht mehr in den Kindergarten darf, musste eine erwachsene Person aus unserem Haushalt zur Betreuung zu Hause bleiben. So war neben dem generellen Verbot meiner Tätigkeiten im Eventbereich (bis einschließlich 31. August 2020) manchmal noch etwas Zeit für andere Dinge. Unseren Kreuzfahrt Umsatz haben wir fast vollständig verloren. Da wir hier recht nahe an der Ostseeküste wohnen, buchen unsere Kunden sehr häufig Abfahrten ab Warnemünde. Die Hochsaison der Ostseekreuzfahrten fiel exakt in die Corona-Zeit, also 100% Umsatzverlust für dieses Jahr. Wir sind unserer treuen Kunden sehr dankbar, dass sie in den meisten Fällen eine Umbuchung auf das folgende Jahr vorgenommen haben. So bekommen wir zwar für dieses Geschäftsjahr kein Einkommen aus Kreuzfahrtbuchungen, jedoch starten wir das Geschäftsjahr 2021 dann mit etwas Vorlauf.

Die Eventbranche ist aktuell vollkommen am Boden. Während Gastronomie und Hotellerie wieder auf sehr niedrigem Niveau starten dürfen, liegen unsere Großveranstaltungen komplett auf Eis. Die Agenturen haben ihre Belegschaft verkleinert oder in Kurzarbeit. Für uns als Spezialisten bedeutet das eine Verlängerung des Ausnahmezustandes. Wir dürfen erst dann wieder gebucht werden, wenn die Stammbelegschaften aus der Kurzarbeit zurück sind.

Wie haben wir die Zeit genutzt? Was neben Kinderbetreuung und Gartenarbeit an Zeit übrig blieb, habe ich in Weiterbildung investiert. Die Reiseveranstalter, Messeanbieter, Destinationen und viele andere Akteure haben eine ganze Reihe von Webinaren und Videokonferenzen angeboten. Das habe ich sehr rege genutzt und viel Neues dabei gelernt. Eine Auffrischung des Erste Hilfe Kurses stand ebenso auf meiner Agenda wie die Teilnahme an einem Brandschutzhelfer-Lehrgang. Neue und ergänzende Fähigkeiten, die in Zukunft unseren Kunden zu Gute kommen werden.

Blinkist: aktuell habe ich 35 Fachbücher „geblinkt“

Babbel: Schwedisch Grundkurs erfolgreich absolviert

A.V.B. Akademie: der Kurs „Hygienebeauftragte/r für Kunst, Kultur, Veranstaltungen, Ausstellungen und Messen“ wird im Juni absolviert sein.

So hoffe ich, bin ich -sind wir- für die weitere Zukunft gerüstet und haben unser Portfolio erweitert.

Wir sind bereit für die Zukunft, frei nach Vince Lombardi: „The difference between a successful person and others is not a lack of strength, not a lack of knowledge, but rather in a lack of will.“

 

#reisebürogötzinger #toursevents #AusLiebeZumMeer