August 19th, 2008
1982 Kilometer, einmal rund um die Republik! Heilbronn - Dresden - Meissen - Berlin - Hamburg - Krefeld - “Tour de Ruhr” - Köln und zurück ins Schwabenland….
Erste Station: schönste Stadt Deutschlands: DRESDEN
Wer noch nicht da war, sollte sich diese tolle Stadt nicht entgehen lassen. Ob man den berühmten Canaletto Blick von der Neustadt aus genießt oder von den gegenüber liegenden Brühlschen Terrassen an der Elbe entlang blickt, man merkt, daß August der Starke hier nur die besten der besten hat planen und bauen lassen. Endlich hat auch Dresden wieder sein größtes Wahrzeichen: die Frauenkirche. Von der Laterne der Frauenkirche aus schweift der Blick über die Dächer der Altstadt, über die Elbe hinüber zur Neustadt, das Elbtal aufwärts steht der Fernsehturm (aber man hat keinen Blick auf die geplante und sehr umstrittene Waldschlösschen Brücke…).





Nach einer kurzen Runde elbaufwärts bis zum “Blauen Wunder” ging es durch die Dresdner Neustadt entlang der Elbe durch Radebeul und Coswig nach MEISSEN. Nicht nur berühmt durch die Porzellanmanufaktur sondern auch ein richtiges Kleinod an der Elbe. Dominiert wird die Stadt vom Dom und der Albrechtsburg. Von oben hat man einen wunderschönen Blick über die Altstadt und auf das Elbtal. Die Burg selbst war früher Sitz der Porzellanmanufaktur. August -nicht blöde- hatte dort vor 300 Jahren den Herrn Böttger eingesperrt, denn der hatte zuvor behauptet, aus minderen Rohstoffen Goldf herstellen zu können. Zur Finanzierung der maroden Staatskassen kann es ja nichts besseres geben - herausgekommen ist dann das “weiße Gold”: das Meissner Porzellan. Heute ist die Manufaktur in einem modernen Bau direkt in der Stadt. Die Führung und Ausstellung ist ebenfalls ein absolutes Muss einer Sachsen Reise.




Natürlich darf auf einer Deutschland Tour die Hauptstadt nicht fehlen. Also führte der Weg nach Norden, um dann vorbei an Köpenick und Treptow mitten rein nach BERLIN zu kommen. Weiter gings dann natürlich ohne Auto, sondern mit der Bahn. Das schöne an einer so großen Stadt ist ja, dass man ohne Fahrplan auskommt, denn auf den Hauptlinien fährt gefühlt alle 2 Minuten irgendeine Bahn in die richtige Richtung. Zum Glück hatte Marie Zeit, denn mit einer Berlinerin durch ihre Stadt zu schlendern ist gleich doppelt schön. Am nächsten Morgen stand erst einmal Kultur und Geschichte auf dem Programm, aber kein Barock sondern jüngste deutsche Geschichte: die Führung durch das ehemalige Untersuchungsgefängnis Hohenschönhausen sollte auf keinem Lehrplan fehlen. Besonders die Schilderungen persönlicher Erlebnisse ehemaliger Insassen machen einen sehr betroffen und nachdenklich. Aber es ist nun mal Teil unserer Geschichte.
Nachmittag & Abend waren dann wesentlich entspannter: durch Kreuzberg mit Schoko (Aida Kollegin) und später mit Marie entlang der Frankfurter Allee zeigte sich Berlin dann so wie man es heute kennt: vergessen sind die Goldenen 20er, denn Berlin pulsiert wohl mehr denn je…

Nach eineinhalb aufregenden Tagen in Berlin gings auch schon weiter zum nächsten Programmpunkt in Hamburg. Kurzer Abstecher über Marzahn, dann rauf auf die B1, weiter über den Berliner Ring nach Nordwesten. früh morgens erreichte ich HAMBURG und wartete auf das Einlaufen meines letzten Schiffes: AIDAaura. Ein Besuch bei den alten Kollegen ist natürlich immer schön, nur blöde dass am Wechseltag keiner so richtig Zeit hatte. Für ein kurzes Frühstück hier, ein Tässchen Kaffee da reichte es jedoch. Nachmittags noch in die Stadt um dann zusammen mit Jenny zu Seelive zu fahren um den neuen Showenesembles beim Training zuzuschauen.

Pünktlich zum Bundesliga Anpfiff gings dann durch den neuen Elbtunnel, vorbei an Bremen einmal quer druch die alte Heimat “Ruhrgebiet”: Recklinghausen, Gelsenkirchen… namen die auf der Zunge zergehen… Pünktlich zum Grillen in KREFELD (das andere, das westliche Ende der B1 - einmal Deutschland durchquert!). Anja & Thomas hatten an alles gedacht: unsere geplante Hape-Filmnacht wurde zum mit Highlights gespickten Nostalgie Trip quer durchs Ruhrgebiet. Auf den Spuren unserer Studienzeit bestiegen wir zuerst Hochofen 5 im ehemaligen Thyssen Stahlwerk Meiderich (heute Landschaftspark Duisburg Nord). Von oben genossen wir den Blick auf die Hochöfen Duisburgs und die extra für uns veranstaltete Mondfinsternis. Quer durch Essen gelangten wir dann nach Bochum. Das Bermuda Dreieck ist DIE Partymeile im Ruhrgebiet. Natürlich gab es ein leckeres Moritz Fiege Pils und Curywurst! Aber die Nostalgie Nacht war noch nicht am Ende: mehrer alte Planungsgebiete der beiden Raumplaner mussten inspiziert werden um dann unter den kritischen Blicken der Security (?!) früh morgens für ein Bild noch die Uni Dortmund, GB 3, Fakultät Raumplanung zu besuchen. Natürlich musste auch das Westfalenstadion umrundet werden, der Borsigplatz besucht und die fast schon legendäre Sternstraße (ehemals Sitz der schwäbischen ständigen Vertretung in Dortmund) besucht werden…







Mühlheim Ruhr zum Kaffee trinken, und schließlich noch Köln… die letzten Stationen von fast 2000 km rund um Deutschland… In Köln gings zu Christopher - dem rheinischen Teil der ehemaligen rheinisch - schwäbischen WG…