Aida Cara November 2006
November 24th, 2006
Am 24. November 2006 ging es endlich los. Lange hatten wir auf diesen Tag gewartet. Zusammen mit AIDA erfahrenen Gästen (unsere dritte gemeinsame Gruppe!) und „Neulingen“ starteten wir ins das Abenteuer Aida.
Der Hauptteil der Gruppe traf sich zum Kaffee im Reisebüro Rode um dann gemeinsam mit dem Bus nach Stuttgart zum Flughafen zu fahren. Bremen, München und Köln waren die anderen Abflugorte.
Nach einem sehr holprigen Flug mit Air Berlin (schuld war das Wetter, nicht Air Berlin) kamen wir nachmittags in Palma de Mallorca an. Dort warteten schon die beiden „Kölner“ auf uns. Aida brachte uns direkt zum Schiff, wo wir aber zunächst nur unser großes Gepäck abgeben konnten. Bis zum Check-In ab 15.30 Uhr war noch genügend Zeit für einen kleinen Spaziergang. Am Hafen entlang spazierten wir bei bestem Kreuzfahrtwetter bis zum traditionellen Cafe con lecche im Cafe del Port (bereits seit 2004 ist dies stets der erste Anlaufpunkt, wenn unsere Gruppe auf die Aida geht!).
Bis abends waren dann alle Spaziergänger durch den Check-In und wir waren wieder mal auf unserer Cara. Es ist schon ein gutes Gefühl, wenn man an Bord immer wieder erkannt wird (und sich die Leute freuen, uns zu sehen).
Die Koffer standen schon vor Kabine bereit, so konnte sich jeder zurecht machen und das erste mal ins Markt- oder Calypsorestaurant gehen.
Nach diesen kulinarischen Genüssen (und Sünden) trafen wir uns dann wie gewohnt auf Deck 11, Backbordseite, bewaffnet mit einem Gläschen Sekt. Zu den Sail-away Klängen legten wir dann um 22.00 Uhr das erste Mal auf dieser Reise ab. Die grandiose Kulisse Palmas mit der der hell erleuchteten Kathedrale zog an uns vorbei und wir hatten endlich Urlaub.
Gleich nach Ausfahrt aus dem Hafen zeigte sich das Mittelmeer von seiner novemberlichen Seite: es wackelte ein wenig (später ein wenig mehr).
Nach der Sail-away Poolparty gings weiter in den Aida Club auf Deck 11, wo DJ Olli tüchtig einheizte.
Seetag
Sonne am Seetag… was will man mehr?
Wir genossen den Seetag in vollen Zügen, vor allem das leckere Essen: kaum weg vom (Spätaufsteher-) Frühstück ging es gleich auf Deck 10 zum Poolbrunch. Heute war genügend Zeit um das Schiff komplett zu entdecken. Der erste Saunagang, easy-livin in der Sonne, die ersten Runden auf dem Laufband – alles getreu unserem Motto: alles kann – nichts muss.
Am Abend stand auch die erste Show auf dem Programm: Swing Welcome
Tunis
Unsere erste Station hieß La Goulette, vor den Toren der tunesischen Hauptstadt Tunis. Ein Teil der Gruppe ging per Taxi und zu Fuß auf Entdeckungstour, der größte Teil schloss sich der exklusiv für uns gebuchten Radtour an. Am Nachmittag ging es los in Richtung Karthago. Bikeguide Björn erklärte uns weniger wissenschaftlich aber dafür umso humorvoller die Geschichte Karthagos – einst größter Widersacher des Römischen Imperiums. Nach dem Besuch des Hafens, der Thermen und der riesigen Zisternen machten wir einen kurzen Stopp in Sidi bou Said. Dort machten wir einen kurzen Spaziergang und genossen in einem der vielen Cafes einen echten orientalischen Pfefferminztee mit Pistazien.
Malta
Malta empfing uns wolkig. Zum Glück hielt das Wetter während unseres gemeinsamen Ausflugs an Bord von Captain Morgans Hafenrundfahrt. Minibusse holten uns direkt am Schiff ab und brachten uns nach Sliema. Was Rode Gäste schon vor 20 Jahren erlebten, faszinierte auch dieses Mal wieder: in etwa eineinhalb Stunden fuhren wir durch die großen Naturhäfen Maltas und sahen Kreuzritterburgen, Kirchen und Werftanlagen aus vielen Jahrhunderten. Bei der Hafenausfahrt wackelte es gewaltig – schon ein kleiner Vorgeschmack auf das Wetter am Abend. Nach der Hafenrundfahrt brachten uns die Captain Morgan Busse wieder zurück in die Nähe des Schiffes. Einige genossen den Nachmittag an Bord, andere entdeckten hauptsächlich die Shopping Möglichkeiten Valettas. Leider lies das Wetter sehr zu wünschen übrig – ein kräftiges Schauer überraschte uns mitten in der Stadt!
Palermo
Hier ließen wir den Tag ganz leger angehen. Nach dem Frühstück trafen wir uns erst um 10.30 Uhr zum gemütlichen Spaziergang. Vom Hafen aus durchquerten wir zunächst die Shoppingmeile der lauten Hauptstadt Siziliens. Vorbei am Opernhaus und dem Tatro Massimo gelangten wir auf den Markt. Dort gab es frisches Obst und Gemüse in Hülle und Fülle. Fische und Meeresfrüchte konnten direkt vor Ort aus dem Kessel verspeist werden. In einer kleinen Bäckerei kauften wir schließlich eine Tüte leckerer Kleinigkeiten. Die Cuatro Canti, vier der bekanntesten Ecken und architektonischen Highlight lagen ebenso auf dem Weg wie der „Brunnen der Schande“. Höhepunkt Palermos ist der Normannendom. Ehemals Kirche, später Moschee, dann wieder Kirche beherbergt der Dom das Grab des letzten Deutschen Kaisers des Mittelalters: Kaiser Friedrich der Zweite, gleichzeitig Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und König von Sizilien. Natürlich genossen wir später noch leckeren italienischen Kaffee und ein Stück Pizza „auf die Hand“
Zweiter Seetag
Nach so viel Kultur und Shopping, Radfahren und anderer Aktivitäten kam uns der zweite Seetag gerade recht. Heute konnten wir alle Ausschlafen, uns sportlich betätigen oder einfach das gute Wetter genießen. Höhepunkt des Tages war sicherlich der Cocktail Mix Kurs am Nachmittag, der stark von unserer Gruppe dominiert wurde. Das Ergebnis des Kurses waren zum einen gut ausgebildete Barkeeper, die zum anderen auch stark vom Kurs gezeichnet waren…
So schön das Wetter tagsüber war, so stürmisch zeigte sich die Nacht…
Barcelona
Höhepunkt der Reise war sicherlich Barcelona. Leider hatten wir nur einen Tag zur Verfügung. Am Morgen ging es los zum Stadtrundgang. Vorbei am Columbus Denkmal ging es quer über die Ramblas, durch die Altstadt, Kathedrale, Parlament und Rathaus zum Plaza Real. La Rambla ist die etwa 2km lange Prachtstraße der katalanischen Hauptstadt. Hier ist den ganzen Tag und natürlich abends die Hölle los: Straßenkünstler, Cafes, das berühmte Theater Lycee und natürlich der Markt La Boceria. Hier kommt der Gaumen in Fahrt: Obst und Gemüse, Meeresfrüchte… hier gibt es alles, was man von einem südländischen Markt erwartet. Nach der Kaffeepause am Plaza Catalunya fuhren wir mit der U-Bahn zur Kathedrale Sagrada Familia – eines der Wahrzeichen Barcelonas. Anschließend trennte sich die Gruppe auf: je nach Interesse ging es zum Shopping, ins Aquarium oder mit dem Bus noch einmal quer durch die Stadt.
Der letzte Tag endete mit der Farewell Show und der letzten Sail-away Poolparty. Natürlich sollte erwähnt bleiben, dass die beste Antwort auf die traditionelle Schätzfrage („Wie viele Eiskugeln wurden während der Woche an Bord verzehrt?“) am Ende der Reise am besten von Iris aus der Rode-Gruppe beantwortet wurde: Ihre bayrische Antwort von „vierzehndausndneinhundertneinunneinzig“ (14.999) ist jetzt schon legendär!
Die Reise und die letzte Nacht klang in der Disco aus.
Rückreise
Ordentliche Flugzeiten erlaubten uns auszuschlafen, zu frühstücken und sogar noch kurz das Mittagessen zu genießen. Nachdem die letzen Ananas (eindeutig wieder DIE Frucht der Reise) ging es mit dem extra für uns reservierten Aida-Bus zum Flughafen, dann hieß es nicht nur Byebye Aida sondern auch gleich „ab nach Deutschland“. Kaum in Stuttgart angekommen (ein Teil der Gruppe flog nach München, Bremen und Köln), wartete bereits Volker mit dem Bus auf uns um uns durch den freitäglichen Stau bis zurück nach Beilstein zu bringen. Auf Einladung von Niki trafen wir uns später noch in Heilbronn in der Cocktail Bar Mielerts auf einen allerletzten Absacker.
Was bleibt von der Reise haften?
Wie immer das tolle Essen („June Du bist ein netter Kerl, aber auch Deine Suppen machen dick“), auch zum dritten Mal muss man sagen, dass schwäbisch-hessisch-rheinisch-bayrische Gruppen eine ganz runde Sache sind, dieses Mal auch ergänzt mit einem Hauch Norddeutschland. Will man in Palermo seinen Cappuccino süßen, genügt die Ansage an der Ober „Have you amol a Zakkr?“. Martini Runden am HeckanDeck gehören wie schon letztes Jahr fest zu unserem Programm. Fahrradfahren in Tunis macht Spaß…
Also, auf ein neues in 2007 oder 2008, Dubai ruft!
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- Kategorie(n): Reisen